Häufige Fragen

Warum bekommt die Kinderklinik ein Maskottchen?

Ein Krankenhausaufenthalt ist für viele Kinder mit Unsicherheit und Ängsten verbunden. Sie denken an Spritzen, Untersuchungen oder ungewohnte Geräte. Mit unserem neuen Maskottchen WiKKi möchten wir dazu beitragen, dieses Bild positiv zu verändern.

WiKKi soll zeigen, dass wir für unsere kleinen Patientinnen und Patienten nicht nur medizinisch da sind, sondern auch als vertrauensvolle Begleiter, die ihnen zuhören, ihre Sorgen ernst nehmen und ihnen helfen möchten. WiKKi steht symbolisch für die Menschlichkeit, Wärme und Fürsorge, die unsere Kinderklinik prägen.

Warum haben wir uns für ein Känguru entschieden?

Das Känguru ist für uns ein ideales Maskottchen. Es ist ein lebensfrohes und energiegeladenes Tier – Eigenschaften, die wir uns auch für unsere jungen Patientinnen und Patienten wünschen. Gleichzeitig sind Kängurus sehr fürsorgliche Eltern. Sie tragen ihre Jungen ganz nah bei sich, schützen sie und schenken ihnen Sicherheit und Geborgenheit.

Diese intensive Nähe zwischen Eltern und Kind spiegelt auch unser medizinisches und pflegerisches Selbstverständnis wider. Darüber hinaus hat das Känguru auch in der Medizin eine besondere Bedeutung: Das sogenannte „Känguruhen“ ist eine etablierte Methode, um insbesondere Frühgeborenen durch Hautkontakt mit den Eltern Stabilität und Nähe zu geben.

Was ist „Känguruhen“?

Beim sogenannten Känguruhen – im Englischen „Kangarooing“ genannt – wird ein Neugeborenes, häufig ein Frühchen, nackt auf die ebenfalls unbekleidete Brust eines Elternteils gelegt. Mit einem Tuch bedeckt, liegt das Kind dabei ganz ruhig und geschützt direkt am Körper von Mutter oder Vater.

Diese besondere Form des Hautkontakts hat viele positive Effekte auf die Entwicklung des Babys. Es spürt den Herzschlag, die Wärme und den Atem der Eltern – das vermittelt Sicherheit, reduziert Stress und hilft dem Kind, eigene Körperfunktionen besser zu regulieren. Gerade bei Frühgeborenen, deren Atemzentrum, Herzschlag oder Verdauung noch nicht vollständig ausgereift sind, kann diese Nähe stabilisierend wirken.

Auch das Immunsystem profitiert, da durch den Hautkontakt nützliche Keime übertragen werden, die das Kind schützen. Für die Eltern wiederum ist das Känguruhen ein intensives Erlebnis, das die Bindung zum Kind stärkt und Vertrauen in die eigene Rolle wachsen lässt.

Was verbindet unsere Kinderklinik mit dem Känguru?

Unsere Kinderklinik versorgt Kinder jeden Alters – von Schulkindern mit Fieber bis hin zu Frühgeborenen, die eigentlich noch Monate im Mutterleib verbleiben sollten. Einige unserer kleinen Patientinnen und Patienten kommen bereits viele Wochen zu früh auf die Welt und benötigen intensive medizinische Betreuung und liebevolle Zuwendung.

Während das bei Menschen eine große Herausforderung ist, ist es für Kängurus ganz natürlich: Sie bringen ihre Jungen schon sehr früh zur Welt – wenn diese noch kaum entwickelt sind – und lassen sie dann im Beutel heranwachsen, bis sie kräftig genug sind. Diese Parallele zur Versorgung von Frühgeborenen spiegelt sich in unserer täglichen Arbeit wider.

Mit viel Erfahrung, Wissen und Fürsorge begleiten wir unsere kleinsten Patientinnen und Patienten auf ihrem Weg ins Leben – mit einem geschützten Rahmen, in dem sie wachsen und sich entwickeln können, ähnlich wie im Beutel eines Kängurus.